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11 juli 2005 von Harald Betz
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Gestern bummelte Amy den Broeder erstmals
durch Göppingens Neue Mitte.
"Sehr ruhig hier", so die 22-jährige niederländische
Nationalspielerin aus der
Metropole Den Haag. In der kommenden Zweitliga-Saison soll die
Rechtshänderin für Frisch Auf auf Linksaußen wirbeln.
Amy den Broeder ist beeindruckt - von der
herzlichen Aufnahme in der Frisch-Auf-Familie, von der
Begeisterung der Göppinger Fans für den Frauenhandball, von
ihrer neuen Wohnung in Jebenhausen.
"Es ist sehr familiär und gut organisiert, ich liebe
das", fasst die 22-jährige niederländische
Nationalspielerin ihre ersten Eindrücke zusammen.
Die Eltern, mit der Tochter die 680 Kilometer aus der 650
000-Einwohner-Metropole Den Haag im Auto angereist, strahlen mit
der charmanten Tochter um die Wette. Mama Wilma ist sichtlich
erleichtert: "Amy hat bisher bei uns gewohnt, aber sie ist
hier in besten Händen, ich bin beruhigt."
Der Manager von Amy den Broeder hatte den
Kontakt gesucht und Manager Thomas Pientka und Trainerin Heike
Kemmner schnell erkannt, dass die 22-Jährige auf Linksaußen das
Frisch-Auf-Meisterteam verstärken wird. "Ich will hier viel
lernen und aufsteigen", umreißt die junge Dame mit dem
frisch unterzeichneten Ein-Jahres-Vertrag ihre Ziele. Mit zwölf
Jahren wechselte die Rechtshänderin vom Tennis zum Handball, weil
sie eine Mannschaftssportart betreiben wollte.
Mit 16 stand sie in der ersten Mannschaft von Hellas Den Haag.
Mittlerweile blickt sie auf zwei Meistertitel, drei Pokalsiege,
drei Supercup-Erfolge in Holland und Teilnahmen an Champions
League und Europapokal zurück. Zudem Hat sich die 20-fache
Nationalspielerin gerade mit den Niederlanden für die
Weltmeisterschaft im Dezember im russischen St. Petersburg
qualifiziert. Davor musste sie allerdings acht Monate ihren
Kolleginnen zuschauen - eine Operation an der rechten Schulter war
nicht aufzuschieben.
Umso ehrgeiziger geht die junge Holländerin, die zunächst
Deutsch lernen will, um dann wie alle anderen
Frisch-Auf-Spielerinnen einem Beruf nachzugehen, ihre neue Aufgabe
an. In Absprache mit ihrer Nationaltrainerin soll sie bei den
Jungs der Handball-Akademie und im Fitness-Studio zusätzliche
Trainingseinheiten absolvieren.
Schließlich weiß die ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerin,
dass das Niveau in der Zweiten Bundesliga höher ist als in
Hollands erster Division.
Dennoch bleibt in der Trainingspause während der
Vorbereitungsphase Zeit für einen Ägypten-Urlaub mit Freund Rick.
Der Physiotherapeut hat noch ein Jahr Studium in der Heimat vor
sich und wird wie die Eltern regelmäßig nach
Jebenhausen kommen.
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