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11 november 2005, door Geertje Oldermann
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Die beiden niederländischen Nationalspieler
in Reihen der Zweitligamannschaft des TSV Bayer Dormagen kennen
sich schon lange, sehr lange. Als Kinder spielten Michiel
Lochtenbergh und Joey Duin, die beide im Abstand von nur einem
Monat im Jahr 1981 geboren sind, lange gegeneinander - später in
der niederländischen Nationalmannschaft und nun auch beim TSV
Bayer Dormagen miteinander. Während Michiel schon seit 2003 für
den TSV auf Torejagd geht, stieß Joey - nicht zuletzt auch wegen
seines Landsmannes - zum Team von Trainer Kai Wandschneider und
dessen Assistent Sven ter Veer.
Auf den ersten Blick scheinen Joey und Michiel
sehr unterschiedlich. Joey, ein langer Schlaks, ist mit 2,04 Meter
gemeinsam mit TSV-Torhüter Matthias Reckzeh der größte
Dormagener Spieler. Michiel zählt mit 1,87 Meter eher zu den
kleineren in der Mannschaft. Joey ist Rückraumspieler und glänzt
auch mit guten Anspielen an den Kreis oder auf die Außenposition,
während Michiel ein echter Torjäger ist. 145 Mal traf er in der
vergangenen Saison für den TSV - nur Alexander Koke erzielte mit
174 Treffern mehr Tore für Dormagen. Besonders im Gegenstoßspiel
des TSV spielt der schnelle niederländische Linksaußen eine
wichtige Rolle.
Und was gibt es noch für Unterschiede? "Naja,
Joey ist sehr lieb und diplomatisch", sagt Michiel. "Ich
bin rigoroser oder wie sagt man, wenn ich finde, dass etwas so ist,
dann ist das so." Aber das war es dann wohl auch schon - mehr
Unterschiede wollen den beiden nicht einfallen.
Dafür haben die beiden einige Gemeinsamkeiten.
Da ist natürlich zuallererst ihre große Liebe zum Handball.
Neben ihrem Ziel, zusammen mit dem TSV am Saisonende in der
Tabelle so weit oben wie möglich zu stehen, haben die beiden auch
mit der Nationalmannschaft der Niederlande noch einiges vor: Im
Januar, während sich die deutsche Mannschaft auf die
Europameisterschaft in der Schweiz (26. Januar bis 05. Februar
2006) vorbereitet, steht für die Niederländer die Qualifikation
für die Weltmeisterschaft in Deutschland 2007 auf dem Programm.
"Das wird schwierig", meint Michiel,
"denn wir spielen zusammen in einer Gruppe mit Bosnien,
Italien und Griechenland." Joey ergänzt: "Und nur einer
kommt weiter." Die Griechen sehen die beiden als Favorit.
Doch auch ihre Mannschaft sei nicht chancenlos, erklärt Michiel:
"Das Niveau bei uns ist besser geworden." Einen Grund
dafür sieht er ganz klar darin, dass so viele niederländische
Nationalspieler im Ausland spielen. Vor allem in Deutschland
spielen mit Gerrie Eylers (SG Solingen), Mark Schmetz (TUSEM
Essen), Mark Bult (HSG Nordhorn) und Fabian van Olphen (TuS
Nettelstedt-Lübbecke) aktuelle Nationalspieler. Und so hat sich
auch Joey entschieden, ins benachbarte Ausland zu wechseln. "Ich
wollte erst noch mein Studium zu Ende machen und meine
Knieverletzung musste richtig genesen", erklärt er, warum er
erst in dieser Saison den Sprung gewagt hat, "denn ins
Ausland wollte ich immer".
Als Joey vor ein paar Monaten zu einem
Probetraining nach Dormagen kam, war eigentlich schon klar, dass
er von seinem Heimatverein HV KRAS Volendam zu dem französischen
Erstliga-Club US Dunkerque wechseln würde. "Doch dann habe
ich die Menschen hier kennen gelernt", erzählt Joey,
"das Team, die Trainer - alle sind hier viel mehr wie eine
Familie. Es ist hier eine supergute Atmosphäre, alle sind
supernett". Gerade das Familiäre war ihm wichtig, denn
schließlich ist Dormagen nicht nur Joeys erste Station im Ausland,
sondern es ist das erste Mal, dass er überhaupt in einem anderen
Verein spielt.
Wie das kam? "Volendam hat sich immer
weiter entwickelt", sagt Joey, "zusammen mit der
Mannschaft, in der eine große Gruppe von Talenten war".
Darunter sind vier aktuelle niederländische Nationalspieler,
unter anderem auch der jetzige Solinger Torhüter Gerrie Eylers.
Der Höhepunkt dieser Entwicklung war dann die Meisterschaft, die
Duin gemeinsam mit Volendam in der vergangenen Saison gewann. Doch
dann war Joey mit seinem Studium zum Bauingenieur fertig und
verwirklichte seinen Plan, ins Ausland zu gehen.
"Hier in Dormagen sehe ich mit Kai und
Sven als Trainergespann ein gutes Entwicklungszentrum für mich",
so Joey, der sich natürlich über seine fünf Treffer freut, die
ihm im Pokalspiel gegen Erstligist Wetzlar gelungen sind. "Ich
muss mich erst gewöhnen, das ist ein Prozess. Schritt für
Schritt geht es immer besser und besser." Noch mehr Freude
als die Tore bereitet ihm die Unterstützung aus dem Publikum.
"Die Fans hier sind einfach supercool", schwärmt Joey
von der fantastischen Atmosphäre im TSV Bayer Sportcenter.
Da kann ihm auch Michiel nur beipflichten -
wieder eine Gemeinsamkeit. Und davon gibt es noch mehr: "Wir
brauche beide viel Ruhe", meint Michiel. "Wir mögen es
sehr gemütlich", ergänzt Joey und fügt noch hinzu: "Wir
reden gerne. Alles wird analysiert." Da das "Fast-Zwillingspaar"
gemeinsam in einer Wohngemeinschaft lebt, sollte dafür genug Zeit
sein…
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Handbalstartpunt
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